Die Mumifizierung in Australien und Ozeanien

Die Kopfjagd in Ozeanien

Die ozeanischen Schrumpfköpfe dürften, neben den ägyptischen Mumien, den höchsten Bekanntheitsgrad haben. Auch andere Kulturen verfolgten ähnliche Schädelkulte, beispielesweise in Afrika und Südamerika. Doch durch die spanischen Eroberer und ihre Kopfjagd, sind uns die Schrumpfköpfe Ozeaniens am geläufigsten.

Dabei waren es nicht nur die Köpfe, die die Bewohner der zahlreichen Inseln in diesem Gebiet stolz präsentierten. Auch die prächtig tätowierten Körper ihrer Häuptlinge wurden nach ihrem Ableben sorgfältig präpariert und ausgestellt.

Die Mumifizierung diente, je nach der Kultur, verschiedenen rituellen Zwecken. Die dauerhafte Erhaltung des Leichnams stand dabei eher im Hintergrund, viel mehr sollten die Exponate eine begrenze Zeit für spezielle Riten zur Verfügung stehen. Dabei war der Umgang mit den Mumien sehr verschieden. Einige wurden an bestimmten kultischen Orten aufbewahrt, andere nahmen weiter am täglichen Leben der Familie teil. Allen Mumien war jedoch gemein, dass sie nach einem gewissen Zeitraum, oft handelte es sich dabei um Jahre, unter großer Anteilnahme schließlich endgültig bestattet wurden.

Die Sammelwut der europäischen Entdecker führte jedoch schließlich zu einer Massenproduktion von Schrumpfköpfen für die diese Region bis heute berühmt ist.