Die Mumifizierung in Südamerika

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Eine Mumie ist ein konservierter Leichnam welcher noch im Besitz seiner Haare, der Haut und Fleisch ist.

Dabei ist irrelevant ob die Mumifizierung natürlich entstand oder künstlich hervorgerufen wurde.

Ist ein Körper jedoch mit der Absicht behandelt worden, ihn zu mumifizieren, doch nur noch die Knochen sind in der Umhüllung verblieben, so sprechen Archäologen dennoch von einer Mumie.

Die Mumien der Hochkulturen Südamerikas

Der südamerikanische Kontinent ist wohl, neben Ägypten, das für seine Mumien berühmteste Gebiet. Dies liegt wohl vordergründig an dem vorherrschenden, extrem heißen, jedoch auch sehr windigen Klima, also perfekten Bedingungen für die Mumifizierung von Körpern. Die optimalsten Bedingungen finden sich an der Pazifikküste Südamerikas, wo dementsprechend die meisten und besterhaltensten Mumien aufzufinden sind.

Die Mumifizierungsarten in Peru und den angrenzenden Ländern, lassen sich einteilen in:

  • Natürliche Mumifizierung durch Austrocknung, Hitze, Kälte, Salz oder auch Sauerstoffmangel in höher gelegenen Gebieten
  • Beabsichtigte natürliche Mumifizierung durch den Transport der Toten in eine entsprechende Zone
  • Künstliche Mumiefizierung duch ausweiden, Behandlung mit Rauch, bedecken mit Schlamm und einbalsamieren mit Harzen, Kräutern, Ölen oder anderen organischen Materialien

Das Besondere an diesen Kulturen ist jedoch die Tatsache, dass sich neben komplexen Mumifizierungs-/ Bestattungstraditionen auch die Grundlagen für Hochkulturen herausgebildet haben.